Heulend auf dem Gebärtisch

“Sei still, die Heulerei nützt die jetzt auch nix. Du schaffst das! Die Schmerzen musst du aushalten.” Ich könnte meinen Mann erwürgen für diese Worte. Ich jappse und atme in den Wehen. Seit Stunden schon. Es tut so weh. Aber sie sagen mir alle, im Kreißsaal wirds noch schlimmer.
Und schon lande ich auf dem Gebärstuhl. Beine breit. Ich will nicht! Diese Schmerzen!! Der Doktor steckt die Hände in mich. Muttermund noch nicht ganz öffnen. Ich soll ein paar Minuten herumlaufen. Dann muss ich wieder auf das Kreißbett. Wieder eine schlimme Untersuchung. Die Finger des Arztes tun mir weh. Jetzt wollen sie, dass ich auf dem Rücken liege. “Zähne zusammenbeißen!” sagt eine Schwester. Aber ich halte die Schmerzen nicht mehr aus. “Musst du aber”, sagt mein Mann. “Bis du es rausgepresst hast.”

Im Kreißsaal nebenan schreit eine Frau infernalisch. Es hört sich nicht mehr menschlich an und ich kann in diesem Moment nur ahnen, was diese arme Frau aushalten muss… Hoffentlich wird es bei mir nicht so schlimm! Die Schwester grinst nur.

Doch plötzlich geht es auch bei uns Schlag auf Schlag. Plötzlich muss ich pressen. Der Arzt zieht sich eine Gummischürze an. Der Oberarzt kommt auch in den Kreißsaal. Beide stellen sich zwischen meine Beine. Der Oberarzt hat Riesenhände. Ohne Vorwarnung greift er in mich rein. “Pressen!!” herrscht er mich an. Noch NIE im Leben hatte ich solche Schmerzen!!! Er wühlt mit den Fingern in meiner Vagina. Ich schreie. “PRESSEN!” schreit er zurück. Ich hätte ich ihm nur zu gerne den Hals herumgedreht, für die Schmerzen, die er mir antat! Plötzlich hielten mich kräftige Hände fest. “Still liegen!” Es kam mir vor wie eine Ewigkeit, bis er in mir drin fertig war und endlich die Hand rauszog. Die Schmerzen wurden immer schlimmer. Und schon kommt plötzlich die nächste Preßwehe. Mit so einer Gewalt, dass der Gebärmutterhals komplett verstrich. Ich hatte das Gefühl, in Stücke gerissen zu werden. Ich schrie. Ich brüllte. Von Atemtechnik keine Spur. “Ich zerreiße!” schrie ich. “PRESSEN!” schrien sie mich an und die Hebamme schmiss sich auf meinen Bauch. “PRESSEN!”

Dann ging alles ganz schnell: das Gebärbett wurde wieder umgebaut. Sie rissen mir die Beine noch weiter auseinander, schnallten sie in den Haltern fest, die Knie berührten dabei fast meinen dicken Bauch. Rechts und links stellten sich zwei Schwestern hin und hielten die Beine fest. “Falls die Riemen mal reißen”, sagte eine grinsend. An meinen Schultern standen Pfleger. Einer rieb sich die Hände. “Ich halt dich gleich schon fest, wenns ganz schlimm weh tut”, sagte er und griff nach meinen Armen. “Damit du gleich nicht um dich schlägst.”

Durch meine Tränen hindurch hörte ich nur, wie die Ärzte zwischen meinen Beinen mit Instrumenten klapperten. Ich konnte nicht sehen, was sie machten. Die Hebamme legte in Erwartung der nächsten Wehe wieder ihre Arme auf meinen Bauch. Ich wusste, gleich würde sie wieder mit voller Kraft nach unten drücken. Und schon ertönte wieder das Kommando: “PRESSEN!!!” Sie feuerten mich an. “Länger pressen!” “Fester pressen!” “Nicht aufhören! PRESSEN! LOS! PRESSEN!”

Mir wurde fast schwarz vor Augen, so weh tat es. Immer wieder fummelten die Ärzte an meiner Vagina herum. Dehnten, fühlten, steckten ihre Finger in mich.

Ich weiß nicht, wie oft ich gepresst habe. Ich brüllte nur noch Zeter und Mordio. Irgendwann sah ich ein riesiges Instrument in den Händen des Oberarztes. “Was ist das?” rief ich panisch. “Die Gebärzange!” sagte er und bewegte schon das Instrument auf meine Muschi zu. Wo zum Teufel wollte er das Ding noch reinstecken? Ich hatte das Gefühl, als müsste ich eine Wassermelone da unten rausdrücken. Aber schon spürte ich, wie er die kalte Zange in mich schob. Erbarmungslos. Zu viert hielten sie mich fest. Ich schrie, ich heulte, ich brüllte. Sie schrien zurück: “PRESSEN! FESTER!!! LOS!!! PRESSEN!” Und der Arzt begann zu ziehen…

1879

Der vierzehnjährige Michael war noch im Tiefschlaf, als ihn sein Bruder Thomas unsanft aus dem Schlaf riss. „Schnell, schnell, hol die Hebamme und spute Dich! Rosalie bekommt das Kind!“
Michael, der im ersten Moment verärgert gewesen war, fühlte, wie ihm die Angst in der Kehle hochstieg. Er stand auf und rannte los.

Endlich gelangte er zum Haus der Hebamme. Eine vielleicht vierzigjährige, dicke Frau mit kräftigen Armen öffnete. „Frau Seib?“ fragte er leise. Die Frau nickte. „Meine Schwester Schwägerin Rosalie kriegt ihr Kind. Thomas sagt, dass Ihr kommen müsst.“
Wortlos drehte die Hebamme sich um und verschwand in einem Raum. Als sie wiederkam, trug sie ein dickes, grünes Tuch und einen großen Lederkoffer. Ein junger Mann – wie sich herausstellte, ihr Sohn – folgte ihr. „Komm, helf mir“, sagte er zu Michael, und der Junge folgte ihm. In dem Raum sah er ein merkwürdiges Gebilde aus Holz. Er sah fast aus wie ein Stuhl, hatte eine tiefe Rückenlehne und praktisch keine Sitzfläche, an der vorne auch noch eine halbrunde Aussparung war. Das Holz war vom vielen Gebrauch über die Jahre zerkratzt und mit dunklen Flecken übersäht. „Das ist der Gebärstuhl“, erklärte der junge Mann. „Auf diesem Stuhl wird deine Schwester entbunden.“
Entsetzt starrte Michael auf das Möbel. Der junge Mann lachte. „Deine Schwester wird gleich noch viel entsetzter schauen. Weißt Du, wie viele Gebärende auf diesem Stuhl schon gebrüllt haben?“
Michael wollte es gar nicht wissen.
„Fass an“, kommandierte der Sohn der Hebamme und gemeinsam schleppten sie den schweren Stuhl den langen Weg zu Michaels Elternhaus, gefolgt von der immer noch schweigenden Hebamme.

„Wie lange wird es dauern?“ fragte Michael den jungen Mann, der sich mittlerweile als Eugen vorgestellt hatte.
„Das erste Kind lässt sich immer Zeit. Deine Schwester wird sich lange quälen müssen, bis die Pein vorbei ist.“
„Wird es sehr weh tun?“
Eugen lachte. „Natürlich. So eine Niederkunft ist das schmerzhafteste, was eine Frau erleben kann. Aber die Schmerzen des Gebärens sind notwendig, sagt die Hebamme. Nur dann ist es eine gute Geburt.“

Noch ehe sie am Haus waren, hatte die Eugen mehrere andere Vorbeigehende dazu überredet, der Hebamme ihre Dienste anzubieten. Irritiert sah Michael das Gesicht des Schmieds, ein großer, kräftiger Mann, der sein Grinsen nicht verbergen konnte und sich voller Vorfreude die Hände zu reiben schien.
Rosalies Wimmern war schon aus dem Haus zu hören, noch ehe Michael überhaupt die Tür geöffnet hatte. Drinnen stand Thomas mit im Rücken gefalteten Händen. Er starrte in die Flammen, die hell in der Kochstelle flackerten. „Muss schon ganz schön weh tun“, sagte er Richtung Michael, dann bemerkte er die kleine Versammlung, die in der Tür wartete. „Wer sind die denn? Was wollen die hier?“
„Bei der Entbindung helfen“, erklärte die Hebamme fast unfreundlich. „Ich brauche gleich viele kräftige Männer zum Festhalten und Beine spreizen.“
Michael führte sie ins Rosalies Schlafkammer, wo seine Schwester stöhnend und wimmernd auf dem Bett lag. Er sah sie mitfühlend an. Wie schlimm mochten die folgenden Stunden wohl werden?
Er bemerkte, wie Rosalie die Hebamme ängstlich ansah. Als ob sie wüsste, dass diese Frau ihr gleich sehr weh tun würde.
„Das dauert hier noch“, erklärte die Hebamme und schickte die beiden Jungen hinaus. „Wir rufen euch, wenn wir euch brauchen.“

Michael und Thomas setzten sich vor den Kamin. Die Zeit verging. Immer lauter hörten sie Rosalies Stöhnen. Wie lange mochte es noch dauern?
Über ihrem Warten vergingen Stunden, bis plötzlich Mama mit müdem Gesicht aus dem Zimmer kam. „Dauert es noch lange?“ fragte Michael.
Seine Mutter nickte, ihr Blick wirkte abwesend. „Noch sehr lange. Ich hoffe, nicht so lange wie bei mir…“ Ihre Augen verklärten sich, und Michael meinte, sogar eine Träne zu sehen. „Ich habe damals fast zwei Tage auf dem Stuhl brüllen müssen, bis Rosalie draußen war. Nie wieder, habe ich gesagt. Aber dann…“ Ein Schauer durchfuhr sie. „Dann kamst du. Und du warst noch viel größer. Zu zweit haben sie ziehen müssen… Und bei Thomas war es noch schlimmer. Sie bekamen ihn nur mit der Zange raus.“
„Zange?“ hakte Michael nach.
Seine Mutter schien wie aus einem Traum zu erwachen. Sie riss sich zusammen. „Das ist nichts für Jungs. Geht etwas essen.“

Aus Rosalies Schlafgemach drang ein Schrei. Mama eilte zurück.

Danach war es um die Ruhe in dem kleinen Häuschen geschehen, als Rosalie ihre Qualen lautstark herausbrüllte. Ihre Pein hatte ernsthaft begonnen. Sie schrie und schrie und Michael sich am liebsten die Ohren zugehalten.
Mehrere Frauen eilten raus und rein, tauchten Lappen in einen Eimer mit Schneewasser, der neben dem Feuer stand. Nach einer Ewigkeit, wie es schien, trat Frau Seib selbst gerade lange genug aus dem Schlafzimmer auf, um Michael nach einem Arzt zu schicken.
„Aber Sie sind doch Hebamme? Wozu ein Arzt?“ fragte Michael.
„Für den schlimmsten Teil der Entbindung wird immer ein Arzt hinzugeholt. Nun mach, sonst muss ich es alleine rausziehen.“
Erleichtert, gehen zu können, zog er seine trockenen Schuhe an. Er rannte die Straße hinunter und konnte noch bis zur Ecke Rosalies Schreie hören. Keuchend erreichte er das Arzthaus. „Meine Schwester bekommt ihr Kind!“ schrie er, und schon stand der Arzt, ebenfalls mit einem großen Lederkoffer in der Hand, auf der Straße und folgte ihm.

Auch ihn führte Michael in Rosalies Schlafgemach. Seine Schwester brüllte aus voller Kehle. Doch irgendwie war Michael fasziniert. Heimlich stellte er sich, möglichst unauffällig, in eine Ecke und beobachtete das Geschehen.
„Deine Stunde der Pein ist gekommen?“ fragte der Arzt, und unter Tränen nickte Rosalie, bevor sie erneut einen Schrei ausstieß.
„Sie ist vollständig eröffnet, und sie muss jetzt pressen“, erklärte die Hebamme.
Der Arzt nickte. „Dann setz dich auf den Gebärstuhl, Rosalie.“
„Nein, nein, ich will nicht!“ Verzeifelt zog sie sich die Decke über den Kopf. Michael begann zu ahnen, wozu die Helfer im Raum waren. Und schon hoben zwei kräftige Männer Rosalie hoch, ihre Schreie und ihr Flehen ignorierend, und hoben sie auf den Stuhl. Als sie sich wehrte, sprangen zwei weitere Männer herbei. Arzt und Hebamme fassten ihre Beine und stellten sie links und rechts auf zwei Stützen. „Schön weit öffnen!“ befahl die Hebamme barsch und warf ihrem Sohn einen Blick zu. Dieser flüsterte einem der neben ihm stehenden Männer etwas ins Ohr, und schon gingen beide auf Rosalie zu, fassten je einen ihrer Schenkel und hielten sie mit kräftigen Armen fest.
„Sei ruhig und lass dich entbinden!“ herrschte die Hebamme Rosalie an, die immer noch – vor Angst oder vor Schmerzen? – laut brüllte.
Der Arzt war damit beschäftigt, seine große Tasche auszupacken. Er holte lauter geheimnisvolle Instrumente hervor, die meisten aus Metall, und breitete sie auf einem Tisch aus. Michael bekam große Augen. Auch Rosalie bemerkte, was geschah, und riss panisch die Augen auf, als ein Instrument nach dem anderen auf dem Tisch ausgebreitet wurde.
Plötzlich bäumte sie sich auf. „Eine erste Presswehe“, rief die Hebamme über Rosalies Schrei hinweg. „Es geht los.“ Auf ihr Zeichen hin traten zwei Männer hinter die Rückenlehne, fassten Rosalies Schultern und drückten sie mit aller Kraft an die Lehne.
„Sie darf sich nicht gegen die Geburtshilfe wehren“, flüsterte der Schmied, der immer noch grinste und unbemerkt neben Michael getreten war, ihm ins Ohr. „Denn die tut hölleweh, weißt du?“
Rosalie schluchzte. Sie bettelte, man möge sie gehen lassen. Doch dies trug ihr nur einen strengen Blick der Hebamme ein.
„Sei ein braves Mädchen“, hörte Michael die Stimme seiner Mutter. „Du wirst die Pein ertragen müssen, bis du es herausgepresst hast. Also tu, was die Hebamme sagt. Bei mir …“ Der Rest ihres Satzes ging in Rosalies nächstem Schmerzenschrei unter.

Wie mag diese Entbindung wohl weiter verlaufen? Wer schreibt eine Fortsetzung hierzu?

Und hier ist eine zweite Idee: Michaels Angst ist längst verflogen. Immer faszinierter verfolgt er die Geburt. Er ist fasziniert von der Kraft, die die Gebärhelfer aufwenden müssen, als sie seine Schwester entbinden. So leid ihm Rosalie auch tut, er kann die Augen nicht davon lassen, wie sie hilflos und von starken Armen gehalten weit gespreizt auf dem Geburtsstuhl sitzt und sich entbinden lassen muss. Längst hält er sich bei Rosalies Gebrüll nicht mehr die Ohren zu. Er hat gelernt, dass diese Schmerzen für eine gute, gesunde Entbindung notwendig sind. Je lauter Rosalie schreit, umso näher kommt der qualvollste Augenblick, wenn der Kopf durchtritt, aber auch der schönste Augenblick, wenn es geschafft ist. Und so freut sich Michael auf jeden Schrei, je lauter, desto besser.
Er beschließt darauf hin, selbst Arzt zu werden und Frauen zu entbinden. Insbesondere schwere, sehr qualvolle Geburten interessieren ihn.
Wie könnte eine solche von Michael durchgeführte Entbindung wohl verlaufen?

Panicking

The young girl, panicking on the birthing table, crying as they prepare her, strap her down, her ankles tied. Masked nurses and birth assistants around her. The doctor pulling gloves over his huge hands. The girl’s legs spread further apart. She hears birthing screams from another delivery room. The fat midwife moving to her side. Her plastic apron shows that the birth will be messy. The girl cries more as the nurses prepare the instruments. The woman next door is now screaming bloody murder. The girl is pale. She panics.
“It’s time to push”, the doctor says and moves between her legs…

I would love to be this young woman on the birthing table!

Restraints

She was in restraints, her legs were in stirrups as if she was being given a pelvic exam. A contraction racked her body. The people surrounding the table were all gowned and masked. She screamed and screamed again. She was pushing, pushing and screaming. Oooohhh! Aaaaahhhh! It hurts!
She was screaming bloody murder. The pain was inbearable.

For a moment, the pain seemed to end and a burning, stretching sensation began. The baby was coming. The masked doctors let her know she was right. “The head will soon come out. It will hurt a lot, but you cannot stop pushing!” She was pushing and could feel the burning sensation peak - “It’s tearing me apart!” - then blessed relief for a moment. Then another massive contraction, forcing her to push and scream and scream … “AAAAAAHHHHHHH!” She thrashed her head back and forth, but the restraints held her down on the table. “PUSH!”

It felt like the head was splitting her apart. She struggled to be free of the restraints. “No, I can’t do this, it hurts! Pull it out! Please! AAARRRRGHHH!!”
“PUSH!!!”
She was sobbing. “Please, help me, I … OOOOOHHHHH… it hurts too… AAAAHHH!!”
“PUSH!”
She thrashed harder, not caring that the bindings were cutting into her skin. She pushed. And screamed.
“PUSH HARDER!”
She arched her back as the head began to squeeze out of her vagina. She felt the skin tear. She felt the doctor’s fingers stretching her even more, then moving inside her. Then he began to pull.

This is how a birth should be! Do you want to be my doctor?

Holding her down…

7pm - Oh, that was a painful one - time it - 2 minutes - another one. I scream. It hurts so much! She nurse tells me to be quiet. “It has to hurt. Only then are the contractions good.”

8pm. Another hard contraction. “Oh God, my baby is coming! AAAAH - it hurts!” “Get on the stretcher!” They wheel me to the delivery room. I see the delivery table. I’m frightened. I want to run away. “Get onto the delivery table.” I refuse. They make me climb up on it. Put my legs in the holders. “Open wide!” Nurses pull my legs even further open. The contractions don’t stop. Oh the pain, I’m tearing apart. “God help me!” - “Lie still!”

9pm. They force me to push. It hurts like hell!! My husband leaves the delivery room. I scream too loud, he is frightened and decides he’s had enough when the doctor says it will be at least another hour.

9.30 pm. Still pushing. Screaming. Crying. The doctor’s hands hurt me. Two nurses hold me down when he is working between my legs. Another hard contraction. “PUSH!!!” More orderlies and nurses are standing by to hold me down when the head comes out…

A wonderful birth… How could it go on? What happens next?

Die Horrorgeburt von Birgit und Brian

Die Horrorgeburt von Birgit und Brian

Harald und ich sind dann also am Dienstag morgen (01.10.02) um 8Uhr ins KH gefahren. Alle waren stolz auf mich, daß ich echt noch ne Woche durchgehalten habe. Es wurde dann erst CTG geschrieben, US gemacht und ich wurde untersucht. Alles war in Ordnung, außer das Brian wieder in BEL sitzt. Egal dachte ich, kommt er eben mit dem Po auf die Welt (…wenn ich vorher gewußt hätte…
Gegen 10Uhr wurde mir das erste mal Gel gelegt und die Wehen kamen gaaanz langsam. Um 14Uhr kam dann endlich MEINE HEBAMME ANJA und es wurde zum 2ten mal Gel gelegt, diesmal aber ein anderes und das wirkte auch dementsprechend. Ich bekam alle 3-4 Minuten richtig nette Wehen. Ich sollte dann mit Harald laufen gehen. Tat ich auch. Bis zur Cafeteria und habe erstmal ne Currywurst zur Stärkung gegessen.
Um 16Uhr waren wir wieder im Kreißsaal. Da war der Mumu mal gerade 3cm auf (und das nach den Wehen). Na, das konnte ja lustig werden.
Meine Wehen wurden stärker und verkürzten sich auf 2 Minuten. Keine Zeit zum Luft holen oder entspannen. Ich wollte nicht mehr. Wollte was gegen meine Schmerzen haben. Ich war total geschafft. Mumu war 6cm, aber es stand immer noch was vom Gebärmutterhals. Egal, es wurde die Fruchtblase gesprengt. Danach ging echt die Post ab.
…Wehen ohne Ende. Abstand??? War da einer???
Kaum auszuhalten. Anja gab mir irgend einen Tropf, da ließen die Schmerzen etwas nach. Der Tropf ging aber leider nur 30Minuten, dann war er leer. Da waren sie wieder…
Nee, ich will das nicht mehr.
Harald redete mir gut zu, machte mir Mut, Atmete mit mir…
(Danke nochmal, daß du für mich/uns da warst)
Ich habe schon 2 Geburten hinter mir aber das…
Gegen 20Uhr ist Harald eine rauchen gegangen (er sollte sich beeilen). Als er wieder kam ging Anja raus und wollte was holen. Oh Gott sie geht und ich bekomme Preßwehen. Ich rief ihr nach, aber sie kam nicht gleich. Harald wußte nicht was ich wollte. Konnte kaum sprechen. Als er verstand, daß Birgit kam schrie er nach Anja, die sofort geflogen kam.
2 Preßwehen und Birgit war da. Schön! Aber dann ging der Horror los…
Nachdem die Ärztin US machte um zu schauen, wie Brian lag und ich mich noch freute, daß er sich mit dem Kopf nach unten bewegte, guckte sie immer ungläubiger auf den US. Der Kop war unten, aber irgendwas war da noch. Kleinteile! Füße? Hände? Geht nicht. Was war denn das?
Anja untersuchte mich (echt Aua, weil sie sehr hoch mußte)…
Sie wurde auf einmal Leichenblaß. Brian lag mit dem Kopf auf seiner Nabelschnur (Nabelschnurvorfall) und die Fruchtblase ist so eben geplatzt! Jetzt brach Panik aus. Brian drohte zu ersticken. Sie schob die ganze Hand in mich, hielt die Nabelschnur fest und drückte sein Köpfchen hoch. Harald wurde aus dem Kreißsaal geschoben (kein Platzt mehr). In Sekunden war der Kreißsaal voll. Ca 15 Personen. Ärzte, Oberärzte, Kinderärzte, Kinderkrankenschwestern, Hebammen.
Ich mitten drin und nur am schreien. Harald stand in Tränen aufgelöst vorm Kreißsaal mit Birgit auf dem Arm und sagte immer wieder -deiner Mama geht es gut und Brian gehts auch gleich gut-
2 Mann schmissen sich auf mich, der OA war nun mit seinen Händen! in mir und Anja feuerte mich an, ich soll mein Baby raus pressen. Es ging einfach nicht. Ich hatte schmerzen ohne Ende. Der OA schrie nach Notsectio. Ja, alles egal, holt nur mein Baby aus mir raus.
Der OA wollte es einfach nochmal so versuchen. Er müsse mir jetzt weh tun (haha, tat er schon die ganze Zeit).
Er schob mir die Hand durch den Mumu (halbe Arm war weg), zog an der Nabelschnur, packte Brian Köpfchen und zog ihn (wie auch immer) mit meinem pressen und 2 auf mir rumdrückenden Hebammen meinen Brian aus mir raus.
Ich war nur am schreien, wie am Spieß, daß man es auf Station hören konnte.

Schreien wie am Spieß

“Bei meinen beiden geburten waren auch solche frauen in den anderen kreissäälen, die haben 3 oder 4 stunden durchgeschrien. ich hab mir gedacht, sei endlich ruhig! Aber eine Schwester sagte mir, eine Geburt ist sehr schmerzhaft und auf dem Gebärstuhl schreien alle wie am Spieß! Und dabei musste ich erst noch in den Kreißsaal! Die Frauen da drin haben einfach nicht dran gedacht, dass wenn die so schreien, sie den anderen Angst machen! Aber als ich auf den Stuhl musste und es ans pressen ging, habe ich genauso geschrien…”

Wie fühle ich mich wohl, wenn ich mitten in den Eröffnungswehen so ein Gebrüll höre? Ich habe bestimmt wahnsinnige Angst… Und weiß, dass ich gleich selbst in den Kreißsaal muss… Ob ich dann auch so schreien werde?

Ständig schrie sie…

“Neben mir in einer Koje lag eine Frau die grad mitten in der Entbindung steckte. Sie schrie wirklich ziemlich, ich war echt schockiert mein Freund gleich noch mehr. Ständig schrie sie sie kann nicht mehr und die Ärzte und Hebammen antworteten ihr nur in einem ruppigen Ton sie soll sich nicht so anstellen und weiter machen.”

Und ich kriege das in meiner Koje alles mit… Noch geht es ganz gut, ich stöhne zwar, kann die Wehen aber noch veratmen. Ob ich auch so schlimm schreien muss gleich? Eine Schwester grinst nur. “Das nebenan ist eine leichte Geburt, bei Ihnen wird es gleich viel schlimmer…”
Möchtest du gerne der Arzt sein, der mir resolut und ruppig klar macht, dass ich da jetzt durch muss? “Ja, das tut weh, aber das muss so sein! Jetzt press gefälligst!”
Ich finde, die Gebärhelfer sollten keine Rücksicht auf die Schmerzen der Gebärenden nehmen. Das gehört nun einmal dazu. Und wenn die anderen Frauen, die noch nicht pressen müssen, dann Angst kriegen - dann wissen sie wenigstens, was sie auf dem Gebärstuhl erwartet.
Oder wie siehst du das?

Daran hättest du denken sollen… / You should have thought of that…

Die junge Frau, die mit den stärker werdenden Wehen vor Schmerzen und Angst schrie, und zu der ein Gebärhelfer sagte: “Daran hätten Sie denken sollen, als Sie im Bett die Beine breit machten! Jetzt müssen Sie auch hier auf dem Gebärstuhl die Beine breit machen und die Schmerzen ertragen!”

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The young woman who screamed in pain and fear with the growing contractions, and to whom a birth helper said: “You should have thought about then when you spread your legs in bed! Now you have to spread your legs hier on the birthing table and suffer the pain!”

Sturmjahre

Aus Sturmjahre von Barbara Wood. Weiß jemand, wie diese Entbindung weiter geht? Oder hat jemand Lust, die Fortsetzung zu schreiben?

“Wohl zum dreißigsten Mal in dieser einen Stunde schrie die Frau laut auf. Ihr Schrei zerriß den feingesponnenen Frieden des Frühlingsabends und drang durch alle Mauern des Hauses. Die Hebamme, eine schwarze Silhouette im trüben Licht, beugte sich über die wimmernde Felicity Hargrave.

»Da stimmt was nicht«, murmelte sie vor sich hin. Sie drückte sich ihre Hand ins Kreuz, richtete sich auf und streckte sich ausgiebig. Dann nahm sie die Flasche mit dem Stärkungsmittel, das sie für Felicity mitgebracht hatte, und nahm einen kräftigen Schluck.

Diese Geburt ließ sich gar nicht gut an, und der Ehemann, der unten saß, war auch keine Hilfe. Man sollte meinen, ein Mann würde seiner leidenden Frau einen Schluck Arznei gönnen, wenn das die Schmerzen linderte. Aber nicht Samuel Hargrave. Der hatte die Anwendung jeglicher Medizin bei der Entbindung ausdrücklich verboten. Jammerschade, wahrhaftig, zumal Mrs. Cadwalladers Köfferchen besser bestückt war als das der meisten Hebammen in London. Sie führte Opium und Belladonna mit sich; Mutterkorn, um die Wehen einzuleiten und die Blutungen zu stillen; ein Sortiment von Kräutern und volkstümlichen Heilmitteln; und dazu eine Flasche starken Wacholderschnaps. Sie korkte die Flasche wieder zu und stellte sie zu Boden, ehe sie sich wieder vornüber neigte und mit ihren kräftigen Händen über den angeschwollenen Leib strich. »Kommen Sie, Kindchen«, schmeichelte sie. »Kommen Sie, lassen Sie’s los. «

Felicity stöhnte auf und schrie erneut, so markerschütternd, daß Mrs. Cadwallader meinte, man müsse den Schrei bis nach Kent hinunter gehört haben.

Sie richtete sich auf und schnalzte leise mit der Zunge. »Zwanzig Stunden geht das jetzt schon so«, brummte sie. »Und dabei ist es ihr drittes. Da kann was nicht stimmen.« Sie seufzte tief. »Wird wohl nichts anderes übrig bleiben als die Feder. «

Schnaufend hob sie ihr Köfferchen vom Boden auf und nahm eine Feder und ein Fläschchen heraus. Nachdem sie das Fläschchen geöffnet hatte, tauchte sie die Feder ganz in das weiße Niespulver und schob sie dann Felicity tief ins Nasenloch. “

Denmark

“Didn’t have an episiotomy (they don’t do them regularly in Denmark) and my sweet angel decided at the last minute to stop 3 inches from the end of the birth canal. So, after telling me NOT to push while we waited for the doctor to come (for almost 45 minutes of pure hell), they finally decided to use the suction cup and drag him out (just like his father was btw).

Well, I tore pretty badly and it felt like a strong burning sensation. The doctor pulled with all his might (so hard his arms were shaking and so was my husband by that time) and then Chris was out and that pain was over.

I ended up with a 3rd degree tear and they wouldn’t tell me how many stitches were needed to sew me back up. It took over a half hour to complete the procedure (DH had to hold the baby because the pain was terrible) and my epidural DID NOT TAKE EVEN WITH JABBING ME IN THE SPINE FOR OVER 15 MINUTES.”

Hausgeburten in den 50er-Jahren

“Als einziger Arzt der Gegend war ich auch für Entbindungen zuständig. Mir zur Seite stand eine tüchtige Hebamme, die mich bei allen schwierigen Fällen rief, wie zum Beispiel bei Zwillingsgeburten, Steißlagen, Dammrissen. Hausentbindungen waren üblich, Entbindungen im Krankenhaus gab es nur für Stadtbewohner oder bei Notfällen. Wurde ich während der Sprechstunde zu einer Entbindung gerufen, teilte ich dies zunächst den wartenden Patienten mit, die sich ohne Murren auf die nächste Sprechstunde vertrösten ließen. „De Dokter möt’n Baby halen!“ Das entschuldigte alles. So wurde ich eines Tages zu einer Entbindung in ein benachbartes Dorf gerufen – Steißlage. Ich wurde in das Zimmer geführt, in dem die Kreißende lag. Das Zimmer war so klein, dass ich von der Seite her nicht an das Bett herankommen konnte, weil dort schon die Hebamme stand und die Frau beruhigte. Ich band mir meine Gummischürze vor, zog die Schuhe aus und kletterte ins Bett zwischen die Beine der Frau. Dann holte ich das Kind mit den üblichen Griffen.”

“Eine Tages wurde ich von der Hebamme gerufen, um einen großen Dammriss zu versorgen. Die Frau wurde auf den großen Küchentisch gelegt. Die Mutter meinte, sie sei auch schon auf diesem Tisch genäht worden, es würde schon gehen. Die Beine wurden von der Mutter und von meinem Chauffeur gehalten, der Ehemann war nicht in der Lage, mitzuhelfen. Der Dammriss konnte gut versorgt werden.”

Göttinger Gebärklinik 1751

Schöne Ideen für Rollenspiele!

“Fast alle Patientinnen der Göttinger Gebärklinik waren nicht verheiratet, über die Hälfte waren Dienstmädchen oder Mägde, die meisten kamen aus einem Elternhaus der niederen Schichten. Die Patientinnen blieben durchschnittlich sechsundvierzig Tage in der Klinik - doppelt so lang wie in Port-Royal. Die Klinik war kein Findelhaus, die Frauen nahmen ihre Kinder mit. Dennoch: Nur ein kleiner Teil der unverheirateten schwangeren Frauen Göttingens ging zur Geburt in die Klinik. Die verheirateten Frauen gebaren sowieso lieber daheim, wo Hebammen, Verwandte und Nachbarinnen halfen.

Nach Direktor Roederer kam Direktor Friedrich Benjamin Osiander. Er unterrichtete dreißig bis sechzig Studenten der Medizin. Zweimal in der Woche machte er sich mit einer Gruppe von acht Studenten auf in die Praxis: Er postierte sich vor einer Gebärenden und übte mit den Studenten Handgriffe. Die Gebärende saß auf einem Geburtsstuhl, Gesicht und Oberkörper von einem Vorhang verdeckt. Osiander schreibt dazu: Die “Geburtsteile” waren entblößt, damit “alle Zuschauer den Hergang und die Art der Hülfe sehen” konnten. Er entschied, ob er die Geburt der Natur überlassen oder mit der Zange nachhelfen sollte. Der Direktor, der ja auch etwas tun wollte, war der Ansicht, daß der Geburtshelfer bei der Geburt nicht “mit animalischer Ergebenheit auf die Hülfe der Natur” warten sollte. Deswegen legte er oft die Zange an, drehte und zog und führte auch schon mal die Hand in den Uterus und “klopfte innen an, dass die Studierenden von außen fühlen konnten, wie hoch ich im Uterus heraufgekommen war”. Unter Osiander wurden vierzig Prozent aller Geburten mit der Zange vorgenommen. Roederer warf er vor, 88 Prozent der Geburten der Natur überlassen zu haben.

Nur sehr wenige Frauen flohen vor der Niederkunft aus der Klinik. Wurden sie erwischt, mußten sie Geld für die dort verlebten Tage zahlen. Andere Frauen in der Klinik brachten ihr Kind lieber heimlich auf die Welt, statt sich auf den Gebärstuhl zu setzen.

Susanne im Kreißsaal

Am 28. März 1993 rief ich nachmittags einen guten Freund an, um ihm zum Geburtstag zu gratulieren und hatte während des Telefongesprächs eine erste, schmerzhafte Wehe. Hab’ mich ganz schön erschrocken, aber dachte “Wenn das Wehen sind, kann man das doch gut aushalten!” Das stimmte, diese Wehen konnte man wirklich gut aushalten. Von Anfang an kamen sie in sehr kurzen Abständen, alle fünf Minuten, vielleicht weil ich auch schon mehrere Tage überfällig war und das Kind wirklich sehr groß. Gut, dass ich das zu dem Zeitpunkt nicht wusste! Und gut, dass ich nicht wusste, was mir im Kreißsaal bevorstand…

Abend wurden die Kontraktionen heftiger, waren aber immer noch gut erträglich. Um 23:30 Uhr schickte mich meine Mutter ins Bett, damit ich mich noch ein bißchen ausruhen konnte. Ich lag dann auch tatsächlich bis 01:00 Uhr im Bett, bis die Wehen so schmerzhaft wurden, dass ich sie nicht mehr liegend ertragen konnte. Also stand ich auf und setzte mich aufs Sofa… die ganze Zeit über trank ich Cola und rauchte. Ja, ich weiß, dass das nicht in Ordnung ist, aber ich war knappe 18 Jahre jung und jeder macht mal Fehler. Tut mir Leid!

Ich schrieb auch die Abstände zwischen den Wehen auf, es waren immer zwischen drei und fünf Minuten. Gegen 3:00 Uhr weckte ich zum ersten mal in dieser Nacht meine Mutter…langsam wurde mir mulmig und die Wehen taten ganz schön weh.

Während die Wehen langsam NOCH heftiger wurden (Inzwischen dachte ich bei jeder Steigerung “Also noch halte ich es aus, aber schlimmer darf es echt nicht mehr werden!” Was hatte ich schon für eine Ahnung, WIE schlimm es noch werden würde?), organisierte meine Mutter ein Taxi und ich wurde in die Klinik gebracht.

Aber die meiste Zeit über steckten wir im Berufsverkehr fest, jede Ampel schien rot zu sein und ich wurde eingequetscht ins Auto schier verrückt während der nun schon sehr schmerzhaften Wehen (”NOCH schlimmer darf es jetzt wirklich nicht mehr werden!!!”). So kamen wir erst um 08:00 Uhr an und ich musste auf dem Weg vom Parkplatz zur Entbindungsstation bestimmt zehn mal pausieren um die Wehen zu veratmen. Um 08:10 Uhr standen wir vor dem Kreißsaal und erhielten die Auskunft, dass alle Räume belegt seien und wir doch noch mal wieder nach hause sollten! Aaaaah! Nee, das ging wirklich nicht mehr! Wir warteten also und ich wurde schon ziemlich unangenehm und schimpfte herum…

Irgendwann liessen sie uns doch herein. Sofort bettelte ich, dass man mir etwas gegen die Schmerzen geben sollte, aber die Schwester lachte nur. „Sie müssen natürlich gebären! Schmerzmittel im Kreißsaal, wo gibt’s denn sowas?“ Ich wurde ans CTG gehängt und dann eine elend lange Weile ganz allein gelassen. Nicht mal meine Mutter war bei mir. Irgendwann ging die Tür auf und mehrere Ärzte, vielleicht Hebammen und einige Schwestern kamen herein. Chefarzt-Visite! Ich heulte inzwischen vor Schmerzen. Der Arzt untersuchte mich, indem er einfach seine Finger in mir reinsteckte, meinte “Muttermund bei 3 Zentimetern, das dauert noch bis heute Nacht!” und verschwand mitsamt seinem Troß wieder. Leider war die Untersuchung sehr grob und auch schmerzhaft und noch während der Letzte aus der Chefarztgefolgschaft die Tür schloß, platzte meine Fruchtblase. Die nächste Wehe kam, während ich wieder ganz alleine war und erschlug mich vollends mit ihrer Heftigkeit! Ich weiß nicht mehr, wie es genau war, aber ich rief laut nach meiner Mutter. An den Knopf für die Schwester kam ich nicht mehr, eine Wehe jagte die andere. Irgendwann tauchten meine Mutter und irgendeine Hebamme auf und schimpften, ich solle mich nicht so anstellen. Gebären täte nun einmal weh.
Im Nebenzimmer schrie eine andere Frau. „Ich halte es nicht mehr aus! Ich halte es nicht mehr aus!“ Durch die Wand hörte ich, wie auch sie von der Hebamme angeherrscht wurde, sie solle ruhig sein und nicht so ein Theater machen. „Wenn sie sich schon ein Kind machen lassen, dann müssen Sie auch die Geburtsschmerzen aushalten!“

Es folgte eine der schlimmsten Episoden der Geburt. Auf der Toilette konnte ich nicht mehr sitzen, es waren WIRKLICH keine Pausen zwischen den Wehen. Nun kamen auch noch Schmerzen wegen des Einlaufs hinzu und ich schrie, während ich meinen Darm entleerte und dabei die Wehen nicht mehr veratmen und auch nicht weg’bewegen’ konnte! Endlich war es vorbei und ich schleppte mich zitternd, naß und erschöpft auf eine kleine Pritsche in diesem ‘Badezimmer’. Heulend bat ich um ein Schmerzmittel, ich konnte die Schmerzen nicht mehr aushalten. Die Hebamme lachte laut. „Im Bett Spaß haben wollen, aber beim Gebären dann nach Schmerzmitteln betteln! Seit Millionen von Jahren kriegen Frauen Kinder, und nie waren Schmerzmittel nötig. Dass sich die modernen Frauen auch immer so anstellen müssen…“ So quälte ich mich weiter.

Jemand brachte mir gnädigerweise ein OP-Hemdchen, so dass ich wenigstens nicht mehr völlig nackt herumlag.

“Sie müssen jetzt zum Ultraschall!” befahl die Hebamme. Meine Mutter und die Hebamme schleiften mich mit nacktem Rücken und Hintern über den Flur zum Ultraschall-Raum. Die Männer anderer Frauen liefen mit Wasserflaschen und Obst über den Flur und haben sich beim Anblick meiner nackten Rückansicht sicher bestens amüsiert. Ich dagegen amüsierte mich darüber wenig, konnte mich aber nicht selbst bedecken. Es war entwürdigend. Ich blieb stehen, als mich die nächste Wehe erwischte, und konnte ein lautes Stöhnen nicht unterdrücken. „Ja, bald ist es bei Ihnen soweit, oder?“, sagte ein junger Mann mit Wasserflasche. „Gleich müssen auch Sie die Beine breit machen und pressen… Meine Frau brüllt da drin im Kreißsaal schon seit Stunden.“
„Nu mach ihr doch keine Angst“, sagte ein anderer junger Mann.
„Als ob sie nicht selbst weiß, wie weh es tut, wenn sie den Kopf gleich da unten rausdrücken muss.“ Mit dem Finger zeigte er anzüglich zwischen meine Beine. Unwillkürlich presste ich die Beine zusammen. „Angst?“ fragte der Typ grinsend.
Ich nickte nur.
„Keine Angst, bisher haben sie noch alle rausbekommen.“ Sein Grinsen wurde breiter. „Die Geburtshelfer hier haben kräftige Arme. Und zur Not auch ein ganzes Sortiment verschiedener Saugglocken und Zangen.“
Die Wehe war endlich vorbei, und so schnell ich konnte ging ich weiter. Sollten die mir mit ihren Horrorstories doch gestohlen bleiben!

“Nun liegen sie mal gaaaanz still!” sagte dieser verdammte Arzt im Untersuchungsraum, während er mit dem Ultraschallkopf über meinen wehenverkrampften Bauch fuhr, drückte und mich hinschob, wie er wollte. Ich wand mich vor Schmerzen wie ein Aal und sagte immer nur “Ich kann nicht, ich kann nicht!…Aufhören bitte!” - “Nun LIEGEN SIE ABER ENDLICH STILL!” herrschte mich die Hebamme an. Ich heulte. Meine Mutter stand in der Ecke. Warum half sie mir nicht? Ich kam mir vergewaltigt vor. Langsam bekam ich Durst.

“Das Kind wiegt knapp 3500 Gramm, alles in Ordnung.” Toll, für diese Aussage hatten sie mich so lange gequält. Sie stimmte nicht mal, aber das wusste ich zum Glück noch nicht.

Plötzlich setzten die Preßwehen ein. Es war 10:45 Uhr. Alle Kreißsääle waren belegt. “NICHT PRESSEN!” schimpfte mich die Hebamme an! Ich wurde in ein kleines Behandlungszimmer mit gynäkologischem Stuhl gezerrt und auf eben diesen Stuhl gelegt. Auf dem Rücken hielt ich die Preßwehen nicht aus, also drehte ich mich auf dem Stuhl seitlich hin. Aber sofort wurde ich wieder auf den Rücken gerollt und jemand legte meine Beine in so metallene Fußstützen. Es tat weh, klemmte mir die Blutzufuhr ab, aber ich konnte nicht mehr verbal protestieren. “Durst!” jammerte ich…seit ich im Krankenhaus war, hatte ich noch keinen Schluck getrunken. Ich bekam einen Waschlappen, an dem ich saugen durfte…Und dann ließen sie mich wieder allein… warum? War ich zu jung? Wollte man mir eine Lektion erteilen? Ich weiß es nicht. Meine Beine wurde festgebunden mit Lederriemen. Der Arzt stocherte in mir herum. Ich bin echt nicht empfindlich, aber es war brutal. Weiter Preßwehen…”Atmen!” kommandierte die Hebamme. “NICHT PRESSEN!” brüllte der Arzt.

Ich hypervetilierte. Gegen die Preßwehen konnte ich mich nicht wehren, pressen durfte ich nicht, niemand sagte mir, wie das jetzt weitergeht und vor allem wie lange noch! Es war kurz vor Mittag, das sollte wirklich noch bis in die Nacht hinein dauern, wie der Arzt gesagt hatte? Am Liebsten wäre ich gestorben. Keinen Gedanken habe ich verschwendet an das arme Kind. Heute tut mir das so leid, aber ich kann mir verzeihen, denn es war WIRKLICH schrecklich. Immer mal hatte ich kurze Aussetzer, in denen ich das Bewußtsein verlor. Ich war dankbar dafür. Meine Mutter schrie mich an: “Nun reiß Dich aber mal zusammen, ist doch bald vorbei!”

Ich wußte nichts mehr. Nach einer unendlich langen Zeit, so gegen zwölf Uhr, brachten sie mich endlich in den Kreißsaal. Aber als ich den sah, wäre ich am liebsten wieder in das kleine Untersuchungszimmer zurück. Der Kreißsaal sah aus wie ein OP. Grüne Fliesen an den Wänden, überall standen Tische mit riesigen, glänzenden Instrumenten rum, alle im Kreißsaal trugen grüne OP-Kleidung, und an der Mitte hing eine riesige OP-Leuchte. Aber das Schlimmste war der Gebärstuhl… Er sah so gefährlich aus! Die Beinstützen ragten hoch in die Luft, und mir grauste bei dem Gedanken, da meien Beine hineinlegen zu müssen. Oben waren Riemen für die Arme, unten waren Riemen für die Beine. Ich wollte protestieren, aber schon hob mich jemand auf den Stuhl und legte mich auf den Rücken. „Beine breit!“ kommandierte ein Pfleger und schon riss er mir die Beine auseinander und legte sie in die Stützen. Als er sie mit Riemen befestigt hatte, schaute der Arzt ihn kritisch an und sagte: „Noch breiter! Beine weiter auseinander!“ Die Fußstützen wurden verstellt und ich wurde so weit gedehnt, dass es weh tat. Dann stellten sich diese verrückten Kreißsaal-Kommandanten rund um den Stuhl auf und riefen “Pressen!! Los!! Mit aller Kraft!!!” Kraft? Sehr komisch, Kraft hatte ich überhaupt keine mehr. Trotzdem mobilisierte ich alles und preßte wie blöd. Es tat so höllisch weh! Ich schrie und bäumte mich auf. Aber schon sprangen die Kreißsaal-Kommandaten herbei. Zwei pressten meine Schultern auf den Stuhl, ein dritter band mir die Arme fest. „Still liegen und pressen!“ meinte er dabei.
„Es tut so weh!“ jammerte ich.
„Das tut es im Kreißsaal immer! Jammern nützt dir da auch nichts. Also sei still und press es raus!“
Wo war meine Mutter? Ich rief nach ihr. Endlich kam sie angelaufen. Sie hatte sich auch vorher OP-Kleidung anziehen und waschen müssen. „Hilf mir…“ flehte ich sie an, doch der Arzt fuhr dazwischen.
„Sorgen Sie dafür, dass Ihre Tochter ruhig liegt und gefälligst vernünftig presst! Sie veranstaltet hier ein Theater, so können wir sie nicht entbinden!“
„Lieg still, Susanne, und tu, was der Arzt sagt“, sagte meine Mutter zu mir.
„Aber es tut so weh…“
„So ist das nun mal im Kreißsaal! Du hättest ja im Bett nicht die Beine breit machen müssen… Du hast dir das Kind machen lassen, also musst du es jetzt auch rauspressen! So, wie es reingekommen ist…“
„Schmerzmittel…“
„Ich habe damals fast zwei Stunden gepresst, bis sie dich endlich aus mir rausgezogen haben, also stell du dich jetzt nicht so an! Gebären ohne Schmerzen geht nicht.“
Die nächste Wehe war schon da, und wieder presste ich. Ich schrie Zeter und Mordio, aber es half mir nichts. Die Pfleger griffen zu und drückten mich mit aller Kraft auf den Geburtsstuhl, sobald der Arzt das Kommando zum Pressen gab. Ich drückte und drückte, und ich dachte, ich zerreiße.
Endlich war die Wehe vorbei. Ich jappste und merkte, dass mir die Tränen über das Gesicht liefen.
„Auf dem Gebärstuhl heulen sie alle“, meinte einer der Pfleger anzüglich. „Beim nächsten Mal nimmst du bestimmt ein Kondom, oder?“ Alle lachten laut.
„Ich will einen Kaiserschnitt!“ bettelte ich.
Alle lachten noch lauter. „Auch du wirst es rauspressen müssen“, sagte der Arzt. „Für einen Kaiserschnitt besteht keine Veranlassung.“
„Wird es denn noch lange dauern?“ fragte meine Mutter.
„Schnell wird es nicht gehen. Sie ist noch sehr jung, und es ist ihre erste Geburt, die dauern meist lange und sind kompliziert.“
„Wie lange noch?!?“ rief ich dazwischen.
„Ein, zwei Stunden mindestens.“
„Das halte ich nicht aus…. AAAUUU!“ Die nächste Wehe kam.
„PRESSEN!“ brüllte der Arzt und drückte meine Schenkel weiter auseinander.
„AAAAAAAAHHHHHH!“ brüllte ich und versuchte wieder, mich aufzubäumen. Aber die Riemen und die Pfleger hielten mich fest. Ich versuchte, mit den Beinen zu strampeln, woraufhin mich die Hebamme anschrie: „Jetzt machen Sie nicht so ein Theater und lassen sich gefälligst entbinden! Beine breit und PRESSEN!“
Stundenlang schien es so zu gehen. Ich heulte Rotz und Wasser, aber niemand nahm darauf Rücksicht. Im Gegenteil, alle schimpften, ich solle besser mitarbeiten und mich nicht so anstellen. „Und je weniger du mitarbeitest, umso länger liegst du hier im Kreißsaal!“ erklärte der Arzt immer wieder.
„Ich will einen Kaiserschnitt!!“
„Du presst so lange, bis es draußen ist!“
„Das schaff ich nicht!“
„Bitte lieber nicht um meine Hilfe… Das wird noch viel mehr weh tun!“
Ich dachte an diese „Saugglocken“ und „Zangen“, die dieser junge Mann im Korridor erwähnt hatte, und fragte mich, was das wohl sein mochte. Sollten sie doch irgendwas tun, damit es endlich vorbei war. Damit es schnell vorbei war – irgendetwas tun, aber nicht mehr dieses unerträgliche Pressen!
Zwischen den Wehen war kaum eine Pause. Kaum war der Schmerz abgeebbt, begann er wieder von neuem. Ich schrie, ich brüllte, ich heulte, aber immer lauter wurden die Kommandos: „PRESSEN! PRESSEN! PRESSEN!“
Immer wieder fummelte der Arzt an meiner Pussy herum. Er drückte, zog und zerrte und war äußerst grob. Als ich mich beschwerte, meinte er nur: „Geburtshilfe MUSS weh tun, sonst ist sie keine gute Geburtshilfe. Wir können eine Gebärende nicht verzärteln, sonst ist es keine gute Geburtshilfe.“
„Zwei Stunden presst sie jetzt schon“, sagte die Hebamme nach einer Weile. Mir kamen es wie drei Tage vor.
„Vielleicht ist das Kind doch größer als gedacht“, antwortete der Arzt. „Holen Sie einen Kollegen dazu.“
Mittlerweile waren bestimmt 10 Leute im Raum. Der Arzt zwischen meinen Beinen, die Hebamme neben ihm, eine weitere Hebamme, die neben meinem Bauch stand. Die Kreißsaal-Kommandaten mit ihren starken Armen, die mich immer wieder festhielten und mich zwangen, still zu liegen. Und Schwestern, die dem Arzt Instrumente anreichten und im Hintergrund mit Instrumenten klapperten. Jetzt betrat ein zweiter Arzt den Kreißsaal. Er war groß, dick und sehr kräftig. Schon als ich ihn sah hatte ich Angst vor ihm.
„Dann wollen wir mal sehen. Die hier kriegt das Kind nicht raus?“
„Genau.“ Der Arzt machte Platz für seinen Kollegen, der ohne ein Wort in meine Richtung zwischen meine Schenkel trat. Er ließ sich von einer Schwester frische Gummihandschuhe geben, und schon rammte er seine Hand in meine Möse. Ich schrie vor Schmerz auf. Er reagierte daraufhin nur mit einem bösen Blick. „Der Kopf ist noch recht hoch“ sagte er, als er seine Hand aus mir rauszog. „Und sie presst seit zwei Stunden? Dann sollten wir vorsichtig nachhelfen. Schwester, geben Sie mir schon mal die langen Handschuhe, falls ich sie gleich brauche.“ Dann schaute er den „meinen“ Arzt an und meinte: „Kristellern.“ „Mein“ Arzt stellte sich daraufhin neben meinen Bauch.
Die nächste Wehe begann. „PRESSEN JETZT!“ brüllte mich der dicke Arzt an, und dann wurde es endgültig zu einem Alptraum.
Der erste Arzt warf sich auf meinen Bauch und drückte mit dem Ellbogen von oben auf das Kind. Ich musste kotzen. Ich schrie. Ich versuchte, mich zu wehren, wurde aber wieder festgehalten. Er drückte mit aller Kraft. Ich spürte, wie irgendetwas in mir nach unten rutschte und sich wie ein Rammbock seinen Weg bahnte. Ich schrie und schrie und schrie.
„Schreien Sie nicht so! Pressen Sie lieber!“ wurde ich angebrüllt.
„AAAAAAAAAUUUUUU! OOOOOOOOHHHH!!!!! NEIIIINNN! AUFHÖREN!“ brüllte ich zurück.
Endlich war die Wehe vorbei. Ich zitterte vor Schmerzen. Dieser Rammbock in mir war so groß. Und den sollte ich „da unten“ rauspressen?
Meine Mutter schien meine Gedanken zu erraten. „Es tut weh, wenn der Kopf gleich rauskommt. Also schrei nicht so laut.“
„Ich will aber nicht!“
„Sei still und mach, was die Ärzte sagen! Du hast es dir machen lassen, also musst du die Tortur auf dem Gebärstuhl jetzt ertragen!“
Ich wollte gerade antworten, als die nächste Wehe mich überrollte.
„In Position!“ brüllte der dicke Arzt zwischen meinen Beinen. „Und PRESSEN! FESTE! Weiter! Nicht aufhören! PRESSEN!!!“ Mit seinen Fingern fummelte er in mir herum. „Dammschnitt“, sagte er, und plötzlich hielt eine Schwester eine blitzende Schere hoch.
„NEIN!“ brüllte ich, ohne zu wissen, wofür die Schere gut war.
Aber schon war sie in den Händen des Arztes, und ich sah, wie er sie in Richtung meiner Möse bewegte.
„NEIN!!!“ brüllte ich noch einmal, aber dann spürte ich schon das scharfe Metall. „AAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHH!!!“ brüllte ich, als der Arzt schnitt.
„PRESSEN!!!“
Ich presste. Und presste. Und brüllte. „ICH REISSE!!!“ Es fühlte sich tatsächlich an, als ob ich zerreiße. „Ich krieg’s…. AAAAAAHHHH! …. nicht raus! Es…. OOOOOOOOHHHHHH! ist zu ………. AAAAAAAUUUUUUU! … groß!“
„PRESSEN!“ Plötzlich griff er mit seinen Händen zu. Er zog und dehnte, und ich schrie lauter und lauter. Zwei Schwestern springen herbei und reißen mir die Beine noch weiter auseinander. „Press!“ schreit auch meine Mutter. „Reiß dich zusammen und PRESS!!!“
Plötzlich ein so unvorstellbarer Schmerz, dass ich trotz der Riemen beinahe vom Stuhl gesprungen wäre. Ich fühle mich wie vergewaltigt, als die Kreißsaal-Kommandanten mich mit aller Kraft festhalten.
„Der Kopf ist da!“ verkündet der Arzt. „Das Schlimmste ist geschafft! Noch einmal pressen, los!“
Ich spüre, wie etwas Großes in meiner Möse steckt, mich dehnt und weitet. „Zieht es raus!!!“ brülle ich.
„PRESSEN!“ brüllen sie zurück. Der Arzt zieht. „FESTER PRESSEN!“ brüllt er.
„Gleich vorbei“, sagt meine Mutter. „War doch gar nicht so schlimm…“
„Der Kleine wiegt bestimmt 4 Kilo, wahrscheinlich sogar mehr“, sagt die Hebamme.
Plötzlich dann bricht Panik aus. Es steckt fest, die Schultern stecken fest, die Nabelschnur ist abgeklemmt, das Kind kriegt keine Luft und kommt nicht raus. „Wir müssen es sofort rausholen!“ ruft der Arzt. „Keine Rücksicht auf ihre Schmerzen!“
Schon greift er zu und rammt seine riesigen Hände in mich. Die Hebamme springt herbei und zieht am Kopf, während die Schwestern meine Beine noch weiter auseinander reißen. Der andere Arzt drückt jetzt mit beiden Unterarmen auf meinen Bauch. Plötzlich sehe ich wieder eine Schere blitzen, die Hebamme schneidet noch einmal zu. Der dicke Arzt schiebt seine Hände tiefer in mich hinein. Ich spüre seine Finger tasten und in mir wühlen, er ist noch grober als vorher. Es fühlt sich an, als ob meine Eingeweide in mir umgedreht werden. Er gibt den Schwestern ein Kommando, und beide greifen jetzt meine Oberschenkel, fast an den Hüften, und ziehen mit aller Kraft. „Becken weiten“, erklärt der Arzt, bevor er tief in mir wieder kräftig zulangt.
Es fühlt sich an, als ob mein Becken bricht oder auseinander gerissen wird. Ich brülle. Aber sie nehmen keine Rücksicht. „Wir müssen es jetzt rausholen!“ brüllt der Arzt noch einmal. Er wühlt und zieht, die Hebamme zieht am Kopf, dass ihr der Schweiß läuft, der andere Arzt drückt von oben mit aller Kraft, und ich brülle und brülle. Plötzlich bewegt sich etwas und ich fühle, wie der Arzt seine Hände und irgendetwas anderes aus mir herauszieht und wie ich dabei noch mehr reiße. Endlich ist es geschafft. Heulend liege ich da und zwischen meinen Beinen fühlt es sich tatsächlich an, als wäre ich grob vergewaltigt worden.

Meine Mutter steht neben dem Krankenhauspersonal. Niemand beachtet mich, redet mit mir. Ich zittere, vor Angst und Entsetzen und auch vor Erschöpfung.

„Geschafft“, bringe ich irgendwie hervor.
„Noch nicht ganz“, sagt der Arzt. „Sie müssen noch die Plazenta rauspressen. Aber wenn Sie Glück haben, kommt sie ohne Probleme.“
Wieder brachten sie mich dazu, zu pressen, und es brannte, als ich merkte, wie etwas aus mir herausflutschte.
„Dann wäre das auch geschafft“, sagte der Arzt. „Jetzt müssen wir nur noch nähen…“

Wer hat Lust, hierzu eine Fortsetzung zu schreiben? Nur ein Jahr später wird Susanne wieder schwanger. Ihre Mutter ist wütend und nimmt sich vor, dafür zu sorgen, dass die nächste Geburt noch schmerzhafter wird als die Erste. Diesmal hat Susanne schon vorher panische Angst vorm Kreißsaal. Sie weiß ja jetzt, wie schlimm die Schmerzen auf dem Gebärstuhl werden…
Leider hat sie Pech: Diesmal ist ihr Kind noch größer. „So einfach wie die erste Entbindung wird diese hier nicht“, sagt der Arzt bei der Ultraschalluntersuchung…
Das Personal im Krankenhaus erinnert sich an Susanne. „Das war doch die, die so ein Theater gemacht hat, oder? Diesmal werden wir ihr aber zeigen, wie es in so einem Kreißsaal zugehen kann!“ Oh ja, dieser Susanne, die bei der ersten Entbindung kein freundliches Wort für das Personal übrig hatte, werden sie es zeigen…
Wie wird die zweite Entbindung wohl verlaufen? Vielleicht ist Susanne schon in den allerersten Wehen vor lauter Angst so verkrampft, dass die Geburt nur sehr schleppend verläuft. Vielleicht liegt das Kind falsch. Oder es will einfach nicht herauskommen – und Susanne wird endlich die große, schlimme Geburtszange kennenlernen….

The forceps…

“The next thing I know, my legs are being thrown up on stirrups and all I can see is the doctor holding something, a big metal instrument, and using all of his strength and body weight to pull this baby out of me. He was pulling so incredibly hard that I could feel my vertebrae separating and was holding Chris with one hand and onto the edge of the bed with the other. That was the most painful thing in my life. I had to push to help him along and I screamed and screamed and screamed.”

I love forceps births…

“sie schrie und quiekte…”

“Im Kreißsaal nebenan war grad eine Geburt am laufen. Die junge Frau schrie und quiekte… sie hatte anscheinend schon ihre Austreibungsphase. Das machte mir Angst.”

Was ist das wohl für ein Gefühl? Ich liege in den Wehen, als ich solche Geräusche höre. Ich weiß, bald ist es auch bei mir soweit, und ich muss pressen. Und ich höre ja nebenan, wie weh das tut… Ich habe solche Angst…
Ob ich wohl vor lauter Neugier lausche, oder halte ich mir die Ohren zu?
Hoffe ich, dass es bei mir nicht so schlimm wird? Bestimmt stellt die Gebärende nebenan sich einfach nur an… So schlimm kann es doch nicht sein - oder?

Geburt vor Zeugen

Es war keine leichte Geburt für ihre Mutter gewesen. Fast drei Tage hatte diese in den Wehen gelegen, und schließlich am zweiundzwanzigsten April im Jahre des Herrn 1451 mit letzter Kraft die Frucht aus ihrem Leib gepresst. Ihre Schmerzensschreie waren im ganzen Dorf zu hören gewesen.

Etliche Zuschauer waren bei der Geburt zugegen gewesen. Ich sehe es noch genau vor mir, die Königin mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Gebärstuhl, rechts und links von ihren Dienern auf dem Stuhl festgehalten, davor die Hebamme, sie zwischen ihren Beinen kniete, der Arzt, Dienerinnen, die dem Arzt und der Hebamme die notwendigen Instrumente reichten, sowie zwei Bürger und drei Notare aus Madrigal. Letztere hatten, wie es der Brauch bei königlichen Geburten erforderte, zu bezeugen, dass das Kind auch wirklich aus dem Schoß der Gebärenden gekommen war und nicht etwa im Falle einer Todgeburt durch ein fremdes ausgetauscht wurde. Selbst unter die Röcke der Hebammen hatten die Herren Notare geschaut, um sicher zu stellen, dass diese dort nicht ein anderes Kindlein verbargen.

Ich hatte währenddessen an der Seite gestanden, jederzeit bereit, das Neugeborene in Empfang zu nehmen. Die Königin tat mir von Herzen Leid. Obgleich ihrer gesellschaftlichen Stellung, hatte sie die Geburt wie jede andere Frau zu durchleben, brüllte Zeter und Mordio vor Schmerzen, und musste zusätzlich zu den Qualen der Entbbindung auch noch die Scham ertragen, ihre intimsten Körperteile fremden Männerblicken zu offenbaren. Die Notare kamen jedoch nur ihrer Pflicht nach, den Hergang der Geburt genau zu protokollieren und den Bericht sofort nach Beendigung dem König zu überbringen. Und es kam ihnen gar nicht so ungelegen, dass sie zum Zwecke des genauen Protokolls ununterbrochen zwischen die Beine der Gebärenden starren mussten…

Im Harem

Wenn eine Geburt stattfand, zeigte sich Weiß auf den Dächern des Harems.
Ein Geburtsstuhl und Wickelverbände wurden in Hürrems Gemächer gebracht, man brannte Weihrauch, verstreute Rosenblätter über die Marmorböden, rund um das Zimmer herum wurden Amulette und blaue Perlen gehängt, um das böse Auge fernzuhalten.
Hürrem hatte noch nie zuvor solch einen Schmerz erlebt. Als das Baby nicht kommen wollte, setzte sich ihr die Haremshebamme, eine schreckliche Nubierin, die vielleicht soviel wog wie drei Odalisken zusammen, auf den Bauch, um das Kind mit Gewalt aus ihrem Schoß zu treiben.
Hürrem schrie. Man klemmte ihr einen Elfenbeinstock zwischen die Zähne, um sie still zu halten.
»Beiß zu!« zischte die Hebamme. »Beiß zu und sei still!«
Der Kislar Aghasi stand daneben, schaute zu und stellte sicher, dass das kostbare Kind nicht vertauscht wurde. Er konnte nicht verbergen, dass es ihm gefiel, zwischen die Schenkel der kreischenden Frau zu schauen. Auch die Diener, die zu beiden Seiten standen und Hürrem festhielten, damit sie sich gegen die schmerzhafte Geburtshilfe der Hebamme nicht wehren konnte, reckten die Köpfe, um alles genau sehen zu können.
Hürrems Brüllen war im ganzen Harem zu hören. Die Frauen hielten sich die Ohren zu. Die jüngeren schworen, nie schwanger zu werden. Die älteren dachten mit Schaudern an ihre Stunden der Qual auf dem Gebärstuhl. Zwei Schwangere Frauen waren ganz blass. Sie wussten, es würde nicht lange dauern, bis auch ihnen diese Pein bevorstand.
Hürrem presste. Sie quälte sich. Die Schmerzen waren grausam. Aber die Hebamme war ungerührt. Sie wusste, wie weh eine Geburt tut und dass diese Schmerzen notwendig waren.
Endlich geschah es. Zwischen ihren auf dem Stuhl weit gespreizten Beinen, auf jeder Seite von den Dienern festgehalten, begann der große Kopf, sich seinen Weg auf die Welt zu bahnen. Hürrem schrie und schrie. Sie krallte sich an die Schultern der Hebamme.
» Mach, dass es aufhört!« flehte sie.
»Es hört erst auf, wenn du es herausgepresst hast«, sagte die Hebamme barsch. »PRESS!«

Janie

This is an unfinished story. Please use the comment function to contribute and to continue the story!!!
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“Get it *out* of me!” Janie screamed as she thrashed on the bed. The torture was such that she felt as if her whole stomach was being compressed and torn as the contractions hit, one after another.
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Das Forum / The Forum

(English below)
Das Forum ist leider immer noch down. Und wird es wohl auch bis nächstes Jahr sein. Der Grund ist: Der Provider hat „technische“ Probleme und alle Server sind nicht online. Das soll sich nächstes Jahr aber wieder ändern.

Leider kann es sein, das alle Daten weg sind. Weder Chris noch ich habe ein aktuelles Backup. Entweder fangen wir mit alten Daten wieder an, dann sind zumindest die alten Beiträge noch da, oder wir fangen bei 0 an.

***Ob*** ich das Forum wieder eröffne, weiß ich noch nicht. Ich möchte hier auch um eure Kommentare bitten!!!!!
Folgendes:
Es war von Anfang an viel Arbeit, das Forum zu erstellen und zu verwalten. Die Zeit die ich für Rollenspiele und zum Geschichten schreiben hatte, wurde immer weniger.
Viele Leute haben immer wieder versucht, sich in das Forum zu schleichen (z.B. unter verschiedenen Email-Adressen), sich nicht an die Regeln zu halten, immer wieder neue Accounts zu eröffnen usw. Das hat eine Riesen-Arbeit verursacht! Ich weiß noch nicht, ob ich noch Lust habe, mich über solche Leute zu ärgern.
Zum Schluss war es so, dass ich nicht einmal genug Zeit hatte, um das Forum zu verwalten. Für Rollenspiele und Geschichten und sowas hatte ich gar keine Zeit mehr! Immer, wenn ich im Forum war, war ich nur mit Administration beschäftigt. Mir ist also ziemlich die Lust vergangen…

Ob ich das Forum also tatsächlich wieder eröffne, wird sich zeigen. Wenn dann wird sich einiges ändern. Es wäre schön, wenn ihr Vorschläge macht!!!
Ich werde auch abwarten, wie das Blog hier funktioniert. Ob hier Kommentare hinterlassen werden, oder ob auch hier alle nur lesen wollen aber keiner bereit ist, sich auch mal zu beteiligen. Wenn das so weiterläuft wie bisher (ich schreibe mir die Finger wund, aber alle Besucher lesen nur und tragen selbst nichts bei), werde ich das Forum ganz sicher nicht wieder eröffnen.

Über eure Kommentare hier im Blog freue ich mich!!!

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The forum is unfortunately still down. And it will be until next year. The reason is: The provider has „technical“ Problems and the servers are not online. But that should change next year.

Unfortunately it can be that all datas are gone. And Chris and I do not have an actual backup. Either we start again with old data, then at least the old messages will still be there, or we start from 0.

***If*** I reopen the forum again, I do not know yet. Please give your comments as well!!!!
The reasons:
From the beginning it was much work to establish the forum and to administrate it. The time that I had for roleplays and writing stories became less and less.
Many people always tried to sneak into the forum (for example with false email addresses) did not adhere to the rules, opened new accounts all the time and so on. That was much much work for me! I do not know if I still want to be upset about such people.
At the end it was like this: I did not even have enough time to administrate the forum. And for roleplays and stories I had no more time at all! Everytime I was in the forum I was only busy with administration. So for me the forum was no fun any more!!

So I do not know yet if I will reopen the forum. If I do that than things will change. It would be nice if you would give your comments!!!
I will also wait what happens with this blog. If you leave comments here, or if here, too, all people only want to read but nobody is ready to contribute. If it goes on like before (I write and write until my fingers hurt, but my visitors only read and do not contribute), I will for very sure not reopen the forum.

I am glad about your comments here in the blog!!!

Mein neues Blog / My new blog

xx 3Da das Forum immer noch down ist, habe ich mich entschlossen mal ein Blog zu machen. Das habe ich früher schon mal probiert, aber niemand hat Kommentare hinterlassen. Ich probiere es jetzt noch einmal und hoffe, dass ihr diesmal viele Kommentare hinterlasst!!!

Wer mich kennt weiß, was in diesem Blog stehen wird. Für die, die mich nicht kennen, ein Link zu meiner „about me“ Seite: http://inthest.tripod.com

Dies Blog wird hauptsächlich deutsch sein, vielleicht aber auch mal englisch. Ich habe beschlossen, mehr deutsch zu schreiben, weil englisch für mich einfach zu schwer ist und es sehr lange dauert. Und da ich so wenig gutes Feedback bekomme, habe ich keine Lust, so viel Zeit aufzuwenden. Wer meine erste Seite kennt (http://birth11.tripod.com/) weiß, wie enttäuscht ich bin, das so viele meine Geschichten lesen und meine Bilder anschauen, aber kaum jemand bereit ist, sich auch mal zu beteiligen und mit Geschichten oder Bildern beizutragen. Warum soll ich mir also so große Mühe geben?

Ich bin gespannt, ob euch dieses Blog gefällt, und ob sich diesmal mehr Leute beteiligen als sonst!!!

Viel Spaß!

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Because the forum is still down I have decided myself to try a blog. I tried that a long time ago, but nobody left comments. So I try again and hope that this time you make many comments!!!

Who knows me knows what will be in this blog. For who does not know me, here is a link to my „about me“ page: http://inthest.tripod.com

This blog will mainly be german, maybe also english. I decided to write more german because english is too difficult too me and it take a long time. And because I do not get much feedback I don’t want to spent so much time. Who knows my first page (http://birth11.tripod.com/) knows that I am very disappointed that so many people read my stories and look at my pics but only very very few people contribute and send storys and pictures. So: Why should I make so much effort?

I hope that you like this blog and I am curious if this time more people contribute than before!!!

Have fun!